IntegraLenz®-Reitcoaching

pferdegerecht reiten & ausbilden

M(eine) etwas andere Geschichte

 

 

Wie kam es dazu, dass die Pferde meine 

Lehrmeister wurden?

Ich kam vom Leistungssport Turnen und hatte dadurch schon als Kind ein recht gutes Körpergefühl. Als ich als Jugendliche, und das ist schon ein paar Jahrzehnte her, meine ersten Reitstunden erhielt, hörte ich immer wieder die üblichen stereotypischen Kommandos, die auch heute noch manches Mal zu hören sind: „Setz dich gerade! Hacken runter! Schultern zurück! Knie zu! Spann dein Kreuz an! Jetzt setz dich mal durch!“ Es herrschte ein ziemlich rauer und autoritärer Umgangston, und es ging mehr darum, Befehle auszuführen. Keiner dieser Reitlehrer erklärte mir die feinen Hilfen oder das Reiten über das Gewicht. Ich hatte Fragen, sehr viele Fragen und auch manchmal vielleicht merkwürdig erscheinende Fragen. Antworten darauf blieben aber häufig aus oder waren unbefriedigend.

 

Schon nach kurzer Zeit spürte ich eine Diskrepanz zwischen dem, was man mir als Anweisung sagte und dem, was ich auf dem Pferd fühlte. Ich konnte es noch nicht benennen und auf die Verstandesebene bringen, es war einfach nur ein Gefühl. Trotz meiner ernsthaften Bemühungen, die Belehrungen und Anweisungen umzusetzen, kam aber meist nicht das heraus, was dabei eigentlich vorgesehen war. Deshalb gab ich das Reiten erstmal frustriert wieder auf. So machte es mir irgendwie keinen Spaß, und ich vermutete, dass es für die Pferde auch kein Vergnügen war. Ich wollte auf eine kreativere, harmonischere und offenere Weise mit dem Pferd in Beziehung treten.

„Das Pferd formt den Reiter - dies bedeutet, ein Schüler des Pferdes zu werden.“

Meine Lehrmeister waren die Pferde!

 

Deutlich später dann, als ich 1982 entschied, nochmal einen Anlauf zu wagen, suchte ich immer die gut und weit ausgebildeten Pferde als Lehrmeister, weniger die Menschen mit ihren unterschiedlichen Theorien und Ansichten. Und so lernte und erforschte ich die Reit- und Bewegungslehre mit zunehmender Begeisterung auf meine ganz eigene Weise. 

Ich reiste häufig in fremde Länder und ritt in Spanien, wo mir auch ein Jahr als Flamencotänzerin viele Erkenntnisse zu Takt, Flow und Durchlässigkeit brachte, Portugal, Wien und Lipica in Slowenien. Ich hatte Reitbeteiligungen auf Warmblütern, die schon weiter ausgebildet waren und hatte später auch meine eigenen Pferde. Von jedem einzelnen Pferd konnte ich viel über ihre natürlichen Bewegungsabläufe lernen und vor allem, wie sie auf leichte und einfache Weise geritten werden konnten. 

Ganz besonders dankbar bin ich meinem Lusitano Hengst Natal, der mich von der Grundausbildung bis zu den Grand-Prix Lektionen begleitet hat. Ohne Stress oder überzogenen Leistungsgedanken sind wir mit viel Freude ab und zu Turniere für Barockpferde und nur bei schönem Wetter auf dem einen oder anderen FN Turnier gestartet, so dass ich mir mit ihm durch die M Platzierungen in der Dressur recht zügig die Leistungsklasse 3 und auch das silberne Reitabzeichen Dressur erreiten konnte. Vor über 20 Jahren, waren Natal und ich eine der ersten „Exoten“ die diese Bühne der Warmblüter betraten.

Physiologische Interaktion 

von Mensch und Pferd bis Grand - Prix

 

Durch meinen Beruf als Physiotherapeutin für Mensch und Pferd forschte ich im weiteren Verlauf mit meinen eigenen Pferden und den Ausbildungspferden bis zu den Grand-Prix Lektionen weiter daran, was das Entscheidende ist, um zu einer unsichtbaren Hilfengebung zu gelangen. Ich wollte immer tiefer eintauchen, um ein immer besseres Verständnis für die Zusammenhänge  und Regelkreisläufe zu erlangen.     

So habe ich mein Fachwissen und meine reiterlichen Erfahrungen über die Jahre und Jahrzehnte immer wieder in erster Linie durch die Pferde überprüft. Meine Erkenntnisse glich ich mit dem ab, was mir das einzelne Pferd vorgab und was ich fühlte. Ich versuchte immer wieder, mich den Pferdebewegungen auf natürliche Weise anzupassen, sie zu erspüren um sie dadurch auf möglichst leichte Weise zu beeinflussen. Diese Forschungsarbeit und die daraus resultierenden Ergebnisse immer wieder auf Tauglichkeit zu überprüfen, lassen mich bis heute nicht los. Auf diese Art zu reiten, zu lernen und auszubilden bereitet mir unsägliche Freude. 

„Indem Sie als Reiter bewusst und konstruktiv mit Ihrem Pferd arbeiten, arbeiten Sie auch immer an sich selbst.“

Die Weiterbildung 1999 für Physiotherapeuten und Ärzte in der Pferdephysiotherapie/Osteopathie,  die Pascal Evrard ein Jahr zuvor nach Deutschland gebracht und hier etabliert hatte, verhalf  mir zu weiterem Hintergrundwissen. Der Reiter, der sich mit den Bewegungsabläufen des Pferdes und seinen eigenen körperlichen Voraussetzungen beschäftigen muss, stand aber von jeher für mich als Initiator für eine harmonische Interaktion mit dem Pferd im Mittelpunkt. Heute wird vielfach immer wieder nur das Pferd „behandelt“ statt sich die tieferliegenden Fragen nach den Ursachen, die meist den Reiter und die Bewegungslehre betreffen, zu stellen. Im Laufe der Zeit wurde mir immer klarer, dass viele der üblichen überlieferten Anweisungen der Hilfen in der Reit- und Bewegungslehre nicht nur keinen wirklichen Bezug zu den Bewegungsabläufen des Pferdes haben, sondern sogar Reiter und Pferd daran hindern können, das Gewünschte mit Leichtigkeit und in Harmonie auszuführen. 

Die Trainerausbildung FN: Trainer C Leistungssport sollte dem Ganzen einen Rahmen geben, hat mich aber auch dazu bewogen, nochmal bekannte und gelehrte Aspekte der Ausbildung genauer zu beleuchten.

 

 

Wie wurde aus der Idee ein Konzept für pferdegerechtes Reiten und Ausbilden?

 

Ab Ende der 1980er Jahre konnte ich meine gesammelten Erfahrungen und Erkenntnisse mehr und mehr 

strukturiert auch auf die Verstandesebene bringen, so dass daraus eine besser verständliche und umsetzbare 

Reit- und Bewegungslehre für Reiter und Pferd auf der Grundlage der klassischen Reitlehre entstand, das 

IntegraLenz-Balance-Konzept (I.B.K.). Das I.B.K. (ehemals Reiter-Physio-Konzept) ist ein in sich geschlossenes 

Konzept von der Basis bis zu den Einer - Wechseln. Den funktionellen Bedingungen von Pferd und Mensch wird dabei durch einen physio-logischen Aufbau ohne Widersprüchlichkeiten mehr Rechnung getragen als bisher.

 

„Viele Reiter lernen zwar die „althergebrachten Hilfen“ auswendig, lernen aber nicht die richtigen, 

Mensch und Pferd verbindenden Reitbewegungen auszuführen“

Mein persönlicher, reiterlicher und beruflicher Werdegang haben in mir ein tiefgehendes Bedürfnis geweckt, die Essenz meiner gesammelten Erfahrungen an Reiter und Ausbilder in Fachbüchern und Artikeln, Vorträgen, Seminaren und Weiterbildungen zu vermitteln und zu lehren, damit möglichst viele Interessierte dieses Wissen uneingeschränkt für sich nutzen können um ihren ganz eigenen, individuell auf das Pferd abgestimmten Weg finden.

Mein neues Buch: erhältlich ab 25.03.2025 

Pferdegerecht 

REITEN und AUSBILDEN

 

Sitz und Einwirkung neu erleben

 

 

Müller Rüschlikon Verlag

März 2025

 

Erhältlich bei: Thalia  I Amazon

Vorträge & Semiare 2025

Vortrag
Pferdegerecht reiten & ausbilden (I.B.K.)Details
 

Seminar
IntegraLenz®-Reitseminare (mit Pferd)Details

 

Mobiles Reitcoaching
IntegraLenz®-Reitcoaching (Düsseldorf und Umgebung)Details

 

Seminar
Integralenz®-Seminare (ohne Pferd)Details

 

Reiter-Physiotherapie & Training

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